Brotbacken mit Sauerteig fühlt sich ein wenig wie Magie an. Mit nur Mehl, Wasser und etwas Geduld entsteht ein lebendiger Sauerteigstarter, der deinem Brot Geschmack, Charakter und eine wunderbar knusprige Kruste verleiht. In diesem Blog führe ich dich Schritt für Schritt durch die Herstellung deines eigenen Sauerteigstarters mit Roggenmehl — ideal für alle, die gerade erst mit dem Sauerteigbacken beginnen.
Roggenmehl eignet sich hervorragend für die Herstellung eines Sauerteigstarters. Es ist reich an Nährstoffen und natürlichen Hefen, wodurch der Starter oft schneller aktiv wird als bei der Verwendung von Weizenmehl. Besonders für Anfänger ist ein Roggensauerteigstarter daher eine zuverlässige und einfache Wahl.
Zutaten
100 % Vollkorn-Roggenmehl
Wasser (am besten lauwarm)
Ein Glas (ca. 500 ml)
Löffel oder Spatel
Küchenwaage
Mische:
50 g Roggenmehl
50 g Wasser
Rühre, bis eine dicke, glatte Masse entsteht. Streiche die Ränder des Glases sauber, lege den Deckel locker auf (nicht luftdicht!) und stelle das Glas an einen warmen Ort bei etwa 20–24 °C.
Vielleicht siehst du bereits kleine Bläschen, vielleicht passiert aber auch noch nichts — beides ist völlig normal.
Gib hinzu:
50 g Roggenmehl
50 g Wasser
Gut umrühren, das Glas wieder locker abdecken und stehen lassen.
Jetzt kommt Bewegung ins Spiel. Der Starter kann säuerlich riechen, stark blubbern oder zwischendurch sogar etwas zusammenfallen. All das gehört zum natürlichen Prozess eines Sauerteigstarters.
Täglich wiederholen:
Die Hälfte des Starters entsorgen
Hinzufügen:
50 g Roggenmehl
50 g Wasser
Weiterhin täglich rühren und füttern. In dieser Phase kannst du, wenn du möchtest, einen Teil des Roggenmehls nach und nach durch Weizenmehl ersetzen.
Dein Starter ist bereit, wenn er:
Sich innerhalb von 4–6 Stunden nach dem Füttern sichtbar verdoppelt
Frisch-säuerlich riecht (nicht stechend oder muffig)
Voller kleiner und größerer Bläschen ist
Meist ist dies zwischen Tag 5 und 7 der Fall.
Verwende immer saubere Küchenutensilien
Decke das Glas nicht mit einem Stofftuch ab; das begünstigt Schimmelbildung
Lege nach dem Füttern ein Gummiband um das Glas, um das Wachstum deines Starters gut beobachten zu können
Dein Sauerteigstarter ist nun offiziell lebendig! In den nächsten Tagen wird er immer kräftiger und entwickelt mehr Charakter. Mit etwas Aufmerksamkeit und Regelmäßigkeit kannst du ihn jahrelang verwenden. In meinem nächsten Blog erfährst du alles über die Pflege deines Sauerteigstarters: wie oft du ihn fütterst, was du tun kannst, wenn er weniger aktiv ist, und wie du ihn lagerst, wenn du eine Zeit lang nicht backst.
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