Einen Sauerteigstarter herstellen (mit Roggenmehl)

Einen Sauerteigstarter herstellen (mit Roggenmehl)

Einen Sauerteigstarter herstellen (mit Roggenmehl)

Brotbacken mit Sauerteig fühlt sich ein wenig wie Magie an. Mit nur Mehl, Wasser und etwas Geduld entsteht ein lebendiger Sauerteigstarter, der deinem Brot Geschmack, Charakter und eine wunderbar knusprige Kruste verleiht. In diesem Blog führe ich dich Schritt für Schritt durch die Herstellung deines eigenen Sauerteigstarters mit Roggenmehl — ideal für alle, die gerade erst mit dem Sauerteigbacken beginnen.

Warum Roggenmehl für einen Sauerteigstarter verwenden?

Roggenmehl eignet sich hervorragend für die Herstellung eines Sauerteigstarters. Es ist reich an Nährstoffen und natürlichen Hefen, wodurch der Starter oft schneller aktiv wird als bei der Verwendung von Weizenmehl. Besonders für Anfänger ist ein Roggensauerteigstarter daher eine zuverlässige und einfache Wahl.

Rezept: Sauerteigstarter mit Roggenmehl herstellen

Zutaten

  • 100 % Vollkorn-Roggenmehl

  • Wasser (am besten lauwarm)

  • Ein Glas (ca. 500 ml)

  • Löffel oder Spatel

  • Küchenwaage

Tag 1 – Starte deinen Sauerteigstarter

Mische:

  • 50 g Roggenmehl

  • 50 g Wasser

Rühre, bis eine dicke, glatte Masse entsteht. Streiche die Ränder des Glases sauber, lege den Deckel locker auf (nicht luftdicht!) und stelle das Glas an einen warmen Ort bei etwa 20–24 °C.

Tag 2 – Erste Fütterung

Vielleicht siehst du bereits kleine Bläschen, vielleicht passiert aber auch noch nichts — beides ist völlig normal.

Gib hinzu:

  • 50 g Roggenmehl

  • 50 g Wasser

Gut umrühren, das Glas wieder locker abdecken und stehen lassen.

Tag 3–5 – Dein Starter erwacht zum Leben

Jetzt kommt Bewegung ins Spiel. Der Starter kann säuerlich riechen, stark blubbern oder zwischendurch sogar etwas zusammenfallen. All das gehört zum natürlichen Prozess eines Sauerteigstarters.

Täglich wiederholen:

  • Die Hälfte des Starters entsorgen

  • Hinzufügen:

    • 50 g Roggenmehl

    • 50 g Wasser

Weiterhin täglich rühren und füttern. In dieser Phase kannst du, wenn du möchtest, einen Teil des Roggenmehls nach und nach durch Weizenmehl ersetzen.

Wann ist dein Sauerteigstarter backbereit?

Dein Starter ist bereit, wenn er:

  • Sich innerhalb von 4–6 Stunden nach dem Füttern sichtbar verdoppelt

  • Frisch-säuerlich riecht (nicht stechend oder muffig)

  • Voller kleiner und größerer Bläschen ist

Meist ist dies zwischen Tag 5 und 7 der Fall.

Praktische Tipps für einen erfolgreichen Sauerteigstarter

  • Verwende immer saubere Küchenutensilien

  • Decke das Glas nicht mit einem Stofftuch ab; das begünstigt Schimmelbildung

  • Lege nach dem Füttern ein Gummiband um das Glas, um das Wachstum deines Starters gut beobachten zu können

Und wie geht es weiter?

Dein Sauerteigstarter ist nun offiziell lebendig! In den nächsten Tagen wird er immer kräftiger und entwickelt mehr Charakter. Mit etwas Aufmerksamkeit und Regelmäßigkeit kannst du ihn jahrelang verwenden. In meinem nächsten Blog erfährst du alles über die Pflege deines Sauerteigstarters: wie oft du ihn fütterst, was du tun kannst, wenn er weniger aktiv ist, und wie du ihn lagerst, wenn du eine Zeit lang nicht backst.

Unsere Brotbackartikel findest du in der Kategorie Brot & Pizza.
 

  Erika van den Haak     23-01-2026 17:01     Kommentare ( 0 )
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